Projekt: Notation & Aufführung


Ausgehend von der spezifischen Materialiät von Elfriede Jelineks Texten sowie ihren Techniken der Über- und Fortschreibung widmet sich der Schwerpunkt unterschiedlichen Notationsformen und dem Spannungsfeld von Notation und Aufführung. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Ihre Arbeiten für das Theater, ihre Libretti (Musiktheater/Tanz), ihre Kompositionen und ihre Texte für Kompositionen gelegt.

Ziel ist es, im Rahmen von international vernetzten Arbeitsgruppen, Symposien und Schwerpunkten in Wien und New York sowie einer Ring-Vorlesung an der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien neue Forschungspositionen und interdisziplinäre Ansätze an den Schnittstellen von Wissenschaft und Kunst zu entwickeln. Theoretischer Ausgangspunkt sind Fragen nach den Manifestationsformen von „Text“ und „Werk“. Damit verbunden sind zentrale Aspekte wie Entstehungsprozesse von „Notation“ und dem Prozesscharakter von Aufführungen. Welche Elemente/Fassungen sind vorgegeben, welche sind improvisiert? Wie gestaltet sich das Spannungsfeld von Text/Partitur und Sprechen/Körper?

Die Ergebnisse der Projektarbeiten werden im Rahmen einer Buchpublikation sowie auf einem eigenen Portal des Interuniversitären Forschungsverbunds Elfriede Jelinek veröffentlicht. 

 

Olga Neuwirth: "Todesraten". Hörstück nach zwei Monologen von Elfriede Jelinek. (c) 1999 col legno. Produktion: 1997 Bayerischer Rundfunk.