23.3.2021

Projekt KUNST & POLITIK

E-Mail-Wechsel

"Skandal des Realen übertrifft Skandal der Fiktion"
Wie prägt und wirkt Elfriede Jelineks Werk?
Mit Diedrich Diederichsen und Veronica Kaup-Hasler


Kulturwissenschaftler Diedrich Diederichsen und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler reagieren in ihrem Dialog auf die Auseinandersetzung von Doron Rabinovici und Sarah Held "Es liegt eine Wirkmacht in der Musikalität ihrer Sprache". Über die Wirkung von Elfriede Jelineks Werk auf die (politische) Öffentlichkeit.

Ausgehend vom Thema der politischen Wirkung von Kunst, geht es in ihrem E-Mail-Wechsel zunächst um die Frage der Methode von Jelineks künstlerisch-politischem Handeln, danach um jene der Schnelligkeit, mit der Jelinek auf politische und gesellschaftliche Ereignisse reagiert. Schließlich wird auch Figur des Kairos als Allegorie des günstigen Moments in den Dialog mitaufgenommen.

Hier zum Dialog


Diedrich Diederichsen ist Kulturwissenschaftler, Poptheoretiker und Autor. Diederichsen veröffentlichte zahlreiche Bücher zu Gegenwartskunst, Pop-Musik, zeitgenössischer Musik, Kino, Theater, Design und Politik. Er schreibt regelmäßig für die Berliner Tageszeitung (taz), DIE Zeit, theater heute, sowie andere Zeitschriften und Magazine. Seit 2006 ist er Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste Wien.


Veronica Kaup-Hasler ist Kultur- und Theaterwissenschaftlerin, Dramaturgin sowie amtsführende Wiener Kulturstadträtin. Als Dramaturgin arbeitete sie am Theater Basel und bei den Wiener Festwochen. Sie war Lehrbeauftrage an der Akademie der bildenden Künste Wien und ist Mitglied des Universitätsrates der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Von 2006 bis 2017 war sie Intendantin des Festivals steirischer herbst. 2018 wurde Kaup-Hasler vom designierten Bürgermeister Michael Ludwig als Wiener Stadträtin für Kultur und Wissenschaft vorgestellt.