15.12.2020

Projekt KUNST & POLITIK

PODCAST

"Es liegt eine Wirkmacht in der Musikalität ihrer Sprache":
Über die Wirkung von Elfriede Jelineks Werk auf die (politische) Öffentlichkeit
Mit Sarah Held und Doron Rabinovici


Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Sarah Held, deren Schwerpunkt u.a. Kunst im öffentlichen Raum ist, und Schriftsteller Doron Rabinovici diskutieren in diesem Audiopodcast über die Wirkung, die das Schaffen Elfriede Jelineks über den Kunstbereich hinaus hat. 

Dabei geht es zum einen um konkrete historische Momente, angefangen von der Waldheim-Affäre 1986 bis zu den Donnerstagsdemos, zu deren Beginn im Jahr 2000 Jelineks Das Lebewohl von Martin Wuttke gelesen wurde. Held und Rabinovici spreche u.a. über die Strategien, die Jelineks Schreiben und politisch und im öffentlichen Raum so wirksam machen.

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Sarah Held ist Senior Scientist an der Akademie der Bildenden Künste und Dozentin für Modetheorie an der Kunstuniversität Linz. Ihre Dissertation Zur Materialität des feministischen Widerstands - Textile Agency gegen sexualisierte Gewalt und Femicides wird Ende 2020 bei J.B. Metzler publiziert. Zudem ist sie als Kunst-/Kulturschaffende im Bereich queer-feministischer Pornografie/PostPorn tätig.


Doron Rabinovici ist Autor und Historiker. Er hat zahlreiche Romane publiziert, aber auch nicht-fiktionale Texte wie zuletzt Neuer Antisemitismus? Fortsetzung einer globale Debatte (Suhrkamp, 2019). Unter dem Titel I wie Rabinovici: Zu Sprachen finden wurden 2019 im Sonderzahl Verlag seine Salzburger Stefan-Zweig-Vorlesungen publiziert. Seit 1986 ist er ein Sprecher im "Republikanischen Club – Neues Österreich gegen Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Rechtspopulismus". Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 2015 den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln. 2018 wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur