21.5.2020, 18 Uhr

Projekt KUNST & POLITIK

VIDEO-KONFERENZ

Wer stört hier wen?
Politisch-ästhetische Verfahren bei Elfriede Jelinek: Störung, Subversion, Dekonstruktion

veranstaltet vom Interuniversitären Forschungsverbund Elfriede Jelinek

in Kooperation mit dem Volkstheater Wien


Elfriede Jelinek / Johann Wolfgang Goethe: "Urfaust/FaustIn and out". Volkstheater, Inszenierung: Bérénice Hebenstreit, 2020. v.l.n.r.: Sebastian Pass, Nadine Quittner, Steffi Krautz. Foto: Christine Miess / Volkstheater

Bereits im Februar 2020 hatte Bérénice Hebenstreits Inszenierung von Urfaust/FaustIn and Out (Johann Wolfgang Goethe/Elfriede Jelinek) im Volx/Margareten Premiere. Nach der Vorstellung am 21.5.2020 hatte der Interuniversitäre Forschungsverbund Elfriede Jelinek im Rahmen seines Forschungsschwerpunkts „Kunst & Politik“ ursprünglich eine Podiumsdiskussion in Kooperation mit dem Volkstheater geplant. 

Da diese Vorstellung aufgrund der geltenden behördlichen Regelungen nicht stattfinden kann, haben sich der Interuniversitäre Forschungsverbund und das Volkstheater gemeinsam eine attraktive Alternative überlegt:
Ein Mitschnitt der Vorstellung wird ab 21.5.2020 18 Uhr auf nachtkritik.de 24 Stunden lang als Stream zu sehen sein. Im Anschluss ist, ebenfalls als Stream, die Diskussion zu sehen, die nun in Form einer Video-Konferenz abgehalten wird.

Unter dem Titel Wer stört hier wen? Politisch-ästhetische Verfahren bei Elfriede Jelinek: Störung, Subversion, Dekonstruktion diskutieren:

  • Univ.-Prof. Dr. Karoline Exner (Studiengang, Schauspiel, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien)
  • Mag. Bérénice Hebenstreit (Regisseurin, Wien)
  • Asst.-Prof. Mag. Dr. Teresa Kovacs (Department of Germanic Studies, Indiana University, Bloomington, USA)
  • Ao. Univ.-Prof. Dr. Monika Meister (Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft, Universität Wien)
  • moderiert von Mag. Andrea Heinz (Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek)

Ausgangspunkt ist dabei das Werk Elfriede Jelineks, ein besonderer Fokus liegt auf den „Sekundärdramen“, wie auch FaustIn and Out eines ist. Darüber hinaus werden die Position der Künstlerin und das Kunstschaffen von Frauen Themen der Diskussion sein.

Hier geht es am 21.5.2020 zum Stream


Karoline Exner studierte Germanistik und Philosophie in Köln und Berlinund Regie am Wiener Max Reinhardt Seminar. Sie war als Regisseurin tätig und Leitende Schauspieldramaturgin am Theater St. Gallen, wo sie unter anderem mit Thorleifur Örn Arnasson und Milo Rau zusammenarbeitete. Seit 2013 ist sie Leiterin des Studiengangs Schauspiel an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, seit 2014 Dekanin der Fakultät Darstellende Kunst. Sie ist Stellvertretende Leiterin des Interuniversitären Forschungsverbundes Elfriede Jelinek.


Bérénice Hebenstreit studierte Theater-, Film-, und Medienwissenschaft an der Universität Wien und der Concordia University in Montréal. Sie hat Regieassistenzen am Burgtheater, Schauspielhaus Graz und Volkstheater Wien absolviert. Neben ihrer Arbeit als freie Regisseurin schreibt sie als freie Autorin beim Online-Nachrichtenportal mosaik-blog.at und engagiert sich als Aktivistin bei Attac.


Teresa Kovacs ist Assistant Professor am Department of Germanic Studies an der Indiana University in Bloomington. Sie studierte Germanistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Sie war über Jahre Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsplattform Elfriede Jelinek. Texte - Kontexte - Rezeption. Ihre 2016 erschienene Dissertation trägt den Titel "Drama als Störung. Elfriede Jelineks Konzept des Sekundärdramas". Aktuelle arbeitet sie an einem Buch zu zeitgenössischem Theater und new materialism.


Monika Meister ist ao. Professorin in Ruhestand am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien und war dort von 2004-10 auch Institutsvorständin. Seit 2007 ist sie Lehrende für Theater- und Literaturgeschichte am Max Reinhardt Seminar der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Sie ist stellvertretende Leiterin des Interuniversitären Forschungsverbundes Elfriede Jelinek, ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschichte und Theorie des Theaters und zeitgenössische Theaterformen und Dramaturgien.