2.-4.11.2026
Otto Wagner Areal, Pavillon 10, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien
INTERDISZIPLINÄRER WORKSHOP FÜR NACHWUCHSWISSENSCHAFTLER*INNEN
Elfriede Jelinek
WISSENSCHAFT – KUNST – DEMOKRATIE
veranstaltet vom Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek
der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
und dem Elfriede Jelinek-Forschungszentrum
in Kooperation mit Wien Modern und dem Musikverein Wien
Der interdisziplinäre Workshop für Nachwuchswissenschaftler*innen und Nachwuchskünstler*innen Elfriede Jelinek: WISSENSCHAFT – KUNST – DEMOKRATIE des Interuniversitären Forschungsnetzwerks Elfriede Jelinek, der in Kooperation mit der Wien Modern und dem Musikverein Wien stattfindet, bietet 17 Nachwuchswissenschaftler*innen und Nachwuchskünstler*innen die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren und mit Expert*innen, die als Mentor*innen fungieren, zu diskutieren. Er ist Teil des Projekts „Wissenschaft – Kunst – Demokratie“, das sich der Rolle von Wissenschaft und Kunst angesichts der Erosion demokratischer Verbindlichkeiten durch populistische Politiken und autoritäre Kräfte widmet.
Im Plenum und in Kleingruppen besprechen die Teilnehmenden ihre Beiträge und diskutieren darüber, welche konkreten ästhetischen und epistemischen Strategien Wissenschaft und Kunst entwickeln können, um sich den antidemokratischen Diskursen und Rhetoriken entgegenzustellen und aufklärerisches, demokratisches Wissen zu befördern.
PROGRAMM
MONTAG, 2.11.2026, 14 Uhr
Otto Wagner Areal, Pavillon 10, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien
14 Uhr
Begrüßung: Pia Janke, Rosa Eidelpes
14.30-17 Uhr
Kurzpräsentationen der Arbeitsgruppen
17.30 Uhr
Rosa Eidelpes, Victoria Mayrleb:
Das Interuniversitäre Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek
DIENSTAG, 3.11.2026
Otto Wagner Areal, Pavillon 10, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien
9.30-12.30 Uhr
Interne Gespräche der Arbeitsgruppen
14-17 Uhr
Präsentation und Diskussion der Arbeitsgruppen 1 und 2
Musikverein Wien, Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien
18.30 Uhr, Gläserner Saal: Film: Constantin Wulff: schatten + flügel
19.30 Uhr, Goldener Saal: Konzert: Marianne Schroeder / Elfriede Jelinek: AnTasten_Schatten (Eurydike spielt) für Klavier und Zuspielung
(Im Rahmen der Musikverein Perspektiven: Elfriede Jelinek)
MITTWOCH, 4.11.2026
Otto Wagner Areal, Pavillon 10, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien
9.30-13.30 Uhr
Präsentation und Diskussion der Arbeitsgruppen 3 und 4 und Abschlussdiskussion
ARBEITSGRUPPEN
1. Wort.Politiken: Literatur und Wissen
MENTOR*INNEN: Inge Arteel (Belgien), Günther Stocker (Österreich)
Antonella Candela (Italien):
Rewriting Jelinek: Mediation, Market Forces, and the Politics of Reception in Italy
Sebastian Kugler (Österreich):
Kannibal und Kapital. Zur autoritären Selbstaufhebung der Demokratie in Form des „Präsidenten“ in Elfriede Jelineks Rein Gold und Präsident Abendwind
Qi Li (Deutschland):
Tiermetaphorik als ästhetische Strategie in Elfriede Jelineks Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr – Kritik an Antidemokratie, Petromaskulinität und literarischer Pseudoautonomie
Johanna Peimpolt und Anja Schalfinger (Österreich):
Performativität und Widerstand in Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen: Wie durch Narration und Filmtechnik Gedächtniskultur erschaffen wird
Janka Vida (Österreich):
Elfriede Jelineks Sprachmacht als Werkzeug für die Entlarvung demokratieschwächender Phänomene. Zu Schwarzwasser
2. Klang.Räume: Musik und Gesellschaft
MENTOR*INNEN: Marie-Anne Kohl (Österreich), Bartolo Musil (Österreich)
Jakob Buurman (Deutschland):
ABSCHEULICHE KLAVIERSPIELERIN: Ekel als Grenzmarkierung des Sagbaren in Die Klavierspielerin
Noh SeungJo (Österreich):
Benito Mussolini Best Speech 2026 Forms of Affect and the Body of Utterance
Julia Vogel (Österreich):
Ästhetische Praxis als Form von Agency unter Bedingungen von Gewalt – Trost und Trotz: Künstlerischer weiblicher Widerstand als Gegenentwurf zu autoritären Diskursen
3. Szene.Öffentlichkeit: Theater und Dramaturgie
MENTOR*INNEN: Jürgen Bauer (Österreich), Alex. Riener (Österreich)
Lydia Haider (Österreich):
mein und aber / Anus ohne Schließmuskel / oder: Zu gehen auf dem Weg der Gerechtigkeit / > eine logische Oper - ein logisches Opfer <
Péter Munkácsi (Ungarn):
„Das Leben stottert im trunkenen Mut. Das Gesetz aber spricht mit nüchternem Sinn.“ Elfriede Jelineks Die Schutzbefohlenen aus der interdisziplinären Perspektive von Recht und Literatur
Naomi Zora Saupe (Deutschland):
„Ästhetisiert euch!“
Anran Xu (Deutschland):
Performing Democratic Legitimacy in The Vienna Trials: Authority, Participation and the Audience as a Democratic Body
Yantong Liu (Österreich):
Klimakatastrophe zwischen Diskurs und sprachlicher Form: Sprachkritik und ästhetische Intervention in Elfriede Jelineks Sonne/Luft/Asche
4. Bild.Aktionen: Film, Medien und Performanz
MENTOR*INNEN: Stefan Krammer (Österreich), Joonas Lahtinen (Österreich)
Christoph Kolar (Österreich):
Der Botenbericht als filmische Darstellungsform zur Vermittlung der Shoah anhand von Elfriede Jelineks Text Rechnitz (Der Würgeengel)
Anita Scheuermann (Deutschland):
Heimatgesang. Vom Versuch, Gewaltgeschichten mittels feministischer Oral History in Roman und Fotofilm zu montieren
Sven Spaltner (Deutschland):
METAPORNOGRAFIE. EIN FIKTOKRITISCHER ESSAY
Bastian Zwölfer (Österreich):
Die Karikierung des Königs Ödipus in Elfriede Jelineks Am Königsweg (2017)
In Kooperation mit:


Mit freundlicher Unterstützung von:
